Hüttentour - Martins Zaubertheater

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Hüttentour

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26./27. Juni 2013:
Tölzer Hütte (1825 m)
Schafreiter (2104 m)


Vom Fall am Sylvenstein-Stausee über die Krottenbachklamm und Delpsee zur Tölzer Hütte.
Rückweg über den Reitsteig und das Rißbachtal.
Tour mit abenteuerlichem Anfang und nervigem Ende.


Daten in der Übersicht

Startzeit

Mittwoch, 10 Uhr

Kurzbeschreibung

Mit dem PKW von Pfronten über Garmisch und Wallgau (Mautstrasse 3 €) zum Parkplatz am südöstlichen Ende hinter Fall (gebührenfrei).

Zuerst flach über Forststrassen ins Krottenbachtal und über teils steile Pfade und viele volle Bäche zur Tölzer Hütte.

Übernachtung.

Am nächsten Morgen über die Mossenalm und den Reitsteig hinab ins Rißbachtal.  

Über Vorderriß mit einem 13 km Gewaltmarsch an der Straße entlang zurück zum Auto.

Details siehe Karte/Track.

Startpunkt

Parkplatz Fall am Sylvensteinsee  bei Lenggries (770 m)

Zielpunkt

Tölzer Hütte
Schafreiter (nicht erreicht)

Gesamtdauer

1 Tag , 5 Stunden

Reine Wanderzeit

10,5 Stunden

 

Höhenmeter kumulativ

1412 hm

Erreichte Höhe

1835 m

Strecke

35 km

Energieverbrauch

4400 Kcal

Schwierigkeit

Mittel

Wetter

Wechselhaft,  2 - 10 °C

Bewertung

3,5 Punkte (von max. 10 Punkten)



Die Karten und die Höhenprofile:    
Fahrstrecke -
Blau

Für GPS Track (im Format: .gpx) -  Mail schicken, ich sende den Track dann zu.
Oder Download über Website www.gps-tour.info

Fotos

Das geht ja gut los.
Wegen der starken Regenfälle der letzten Zeit waren einige Strassen gesperrt.
Diese Hindernisse waren aber recht leicht zu überwinden.
Da sollten später noch ganz Anderes auf uns warten.



Nämlich übervolle Bäche.
Das sieht im Bild gar nicht so heftig aus.
Aber die Geschwindigkeit des Wassers war richtig hoch.
Zum Springen war es zu weit, vorne gings steil bergab.
Also ausziehen bis auf die Unterhose und durchwaten.
Fotos nur auf Anfrage.
PS: Das Wasser war nicht warm!

Statt Wege gab es Geröllhaufen, Brücken war nicht mehr da.

Durch diese Wand - immer wieder die Wasserfälle durchquerend - verläuft der Weg.

Gemsen gab es ohne Ende zu sehen.

Auch da mussten wir durch.

Ankunft am Delps-See (1600 m).

Im Hintergrund mit Neuschnee ist das Delpsjoch (1910 m) zu sehen.

Die letzten Meter zur Tölzer Hütte.
Es ist der 26. Juni!
An Weihnachten war es deutlich wärmer.

Die Tölzer Hütte. Eher was für Freunde des 70er Jahre Flairs. Oder sachlich ausgedrückt:
Enormer Renovierungsstau (Ausnahme: Toiletten im EG). Seit Bau 1922 wohl kein neuer Farbanstrich.

Das Abendessen war knapp aber gut, das Frühstück überdurchschnittlich.
Die Lagertemperatur lag mit 10,1 °C etwas höher als die Aussentemperatur.
Das Schlafen mit Fleecejacke und Mütze war daher kein Witz.


Zweiter Tag.

Da sich nachts wieder Neuschnee über den Schafreiter gelegt hat, haben wir beschlossen, den Gipfel etwas unterhalb zu umgehen.

Recht gefahrlos geht der Weg westlich von der Hütte Richtung Moosenalp weiter.

Letzter Blick zurück zur Hütte.

Man kommt auf der Westseite des Schafreiters über einige Viehweiden.

Die Moosenalm (1580 m).

Hier erwartete uns die nächste Überraschung (siehe Foto).
In der "Kleingruppe" gab es "Unstimmigkeiten". Daher nahmen wir -leider- den Reitsteig zum Abstieg ins Tal.



Der Reitsteig ist ein beständig absteigender Pfad in der Klamm.

Er führt in Serpentinen flott nach unten.
Auf einer Seite geht es stets steil den Hang hinab.

Dann kam das dicke Ende:
Ein 13 km Rückmarsch vom Rißbachtal über Vorderriß nach Fall.
Im "Bergparadies"  (Werbung der Region) fährt der Bus im 5 (!) Stunden Takt.
Das erinnerte mich an mein übles Kenzenbus - Erlebnis vor vier Wochen.

Aber da waren es nur 11 km Teerstrasse.

Kurzzeitig gabs statt Asphalt auch mal Schotter.

Die letzten drei Kilometer gehen über schlammig-lehmige Wege entlang des Stausees.

Fazit:
Nach den langen Regenwochen in diesem Jahr waren verständlicherweise nicht alle Wege top begehbar.
Das Überqueren der übergetretenene Bäche kann das Abenteuer verzeichnet werden.
Den Gipfel hätten wir geschafft, aber Sicherheit geht vor.
Die Hütte reicht ein Mal gesehen zu haben. Dass die Wirtsleut uns nicht beim Abmarsch auf den abgerutschten Weg hingewiesen haben (sie wußten , das wir ihn gehen wollten), muss man wohl akzeptieren.
Aber dass in einer Wanderregion zwischen 12 Uhr und 17 Uhr kein Bus verkehrt ist ein Armutszeugnis.
Der 35 km lange Weg war insgesamt abwechslungsreich und teils eine Herausforderung.
Und wie schon die ganze Saison: Für die Jahreszeit zu kalt!

 
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