Mehrtagestour - Martins Zaubertheater

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Mehrtagestour

Infos/Kontakt > Bergtouren


12./13./14. Juni 2013:
Wanderung im Ammergebirge
von Oberammergau nach Halblech.


Mehrtagestour mit zwei Hüttenübernachtungen und
sechs Gipfelbesteigungen.



Daten in der Übersicht

Startzeit

Mittwoch, 12.06.13, 13 Uhr

Kurzbeschreibung

Mit PKW bis Parkplatz Kenzenhütte in Halblech.
Mit Bus bis Oberammergau.
Über Königssteig und Sonnenberg zum Pürschlinghaus. Übernachtung.
Weiter über Teufelstättkopf, Laubeneck, Hennenkopf und Brunnenkopf zur Brunnenkopfhütte. Übernachtung.
Weiter über Große Klammspitze, Feigenkopf und Hirschwang zur Kenzenhütte. Abstieg ins Tal zurück zum Auto.

Zeiten:
Oberammergau (Bhf)
- Pürschlinghaus: 3 Stunden Pürschlinghaus - Brunnenkopfhütte: 4 Stunden
Brunnenkopfhütte - Kenzenhütte
: 3,5 Stunden
Kenzenhütte - Parkplatz: 1 Stunde, 40 Minuten

Startpunkt

Oberammergau

Zielpunkt

Halblech

Gesamtdauer

2,5 Tage

Reine Wanderzeit

12,5 Stunden

Strecke

40 Km

Höhenmeter kumulativ

2400 hm

Maximal erreichte Höhe

1924 m

Strecke

38,5 km

Energieverbrauch

8000 Kcal

Schwierigkeit

Mittel

Wetter

Alles dabei, Sonne, Regen 8-25°C

Bewertung

8,5 Punkte (von max. 10 Punkten)



Die Karte:    
Wanderstrecke -
Blau
Und das Höhenprofil.

Detailierte Karten erscheinen unter den einzelnen Etappen.
Für GPS Tracks (Format: .gpx) -  Mail schicken, ich sende die Tracks zu.
Download der GPS Daten über www.gps-tour.info hier möglich

Erste Etappe: Halblech - Oberammergau - Pürschlinghaus

Parken am Parkplatz der Kenzenhütte. Zur Bushaltestelle in der Ortsmitte sind es nur 5 Minuten. Der Weg führt über den Halblech.
Die Busfahrt nach Oberammergau dauert knapp eine Stunde.
Leider ist der einzige Halt in Oberammergau am Bahnhof.
Zu Fuß geht man dann eine knappe halbe Stunde am Fluß entlang zum Einstieg am Königssteig.

Die erste Etappe dauerte drei Stunde und...

...überwindet eine Höhe von knapp 900 Meter.

Der Königssteig führt knapp hinter dem Kofel vorbei auf die erste Anhöhe.

Bald schon kommt das erste Schotterfeld.

Brücke am Ende des Steiges.

Wie Burgtürme stehen die Felsen am Sonennberg.

Der schmale Weg ist teilweise ausgesetzt, und teilweise gesichert.

Über weite Strecken fällt das Gelände steil ab.

Es gäbe aber auch eine einfachere Variante etwas nördlich zu diesem Wegverlauf.
Im Hintergrund ist bereits die Übernachtungshütte zu sehen, das August-Schuster-Haus.
Der Einheimische sagt nur: Pürschlinghaus, ein ehemaliges Jagdhaus von könig-Ludwig II.

Nach dem Sonennberg wechselt der Pfad auf die Südseite des Kammes.

Nach drei Std. abwechslungsreicher Wanderung steht man am Pürschlinghaus.
Nur ein paar Mountainbiker kommen abends hoch. Ansonsten ist man fast(!) alleine auf der Hütte.

Zweite Etappe: Pürschlinghaus - Brunnenkopfhütte

Am zweiten Tag geht es in lockeren vier Stunden über vier Gipfel.

Insgesamt werden dabei ca. 800 Höhenmeter überstiegen.

Blick zurück zur Hütte auf dem Weg zum...

...Teufelstättkopf (1758 m).

Gipfelkreuz vor der Kulisse der Zugspitze.

Rückblick auf den Teufelstättkopf auf dem Weg zum Laubeneck.

Der Pfad unterhalb des Laubenecks. Hinter der Fichte fehlt der Weg völlig.
Hier sollte man schon trittsicher und schwindelfrei sein.

Das Gipfelkreuz am Laubeneck.
Teufelstättkopf und Laubeneck haben exakt die selbe Höhe, nämlich 1758 Meter.

Auf zum nächsten Gipfel, dem Hennenkopf.
Der ist mit 1768m genau 10 m höher als die ersten beiden.
Zuerst geht es aber 120 Meter wieder runter.

Die Landschaft und die Gewässer werden eigentümlicher.
Was ist das für eine Brühe? Gestunken hat es nicht, aber trinken wollte ich auch nicht.

Der Hennenkopf von unten.

Der Hennenkopf von innen. Er ist nämlich hohl wie ein hochkariöser Zahn.

Der Hennenkopf oben am Gipfel.

Und der Blick vom Hennenkopf auf den weiteren Weg, den letzten Gipfel des Tages, den Brunnenkopf (im Vordergrund) und die Aufgabe des dritten Tages, die Große Klammspitze (im Hintergrund).

Das zweite Etappenziel habe ich viel zu schnell erreicht. Noch vor dem Mittag bin ich an der Brunnenkopfhütte (1602 m).
Daher lasse ich mich vom Hüttenwirt mit einer Knödelsuppe verwöhnen.

Zwischen dem Mittagessen und dem Kaffee/Kuchen gehe ich auf den Brunnenkopf (1718 m).

Vom Gipfel kann man einen guten Blick auf den Wegverlauf des kommenden Tages werfen.
Es geht nach dem Anstieg rechts vom Kamm links im Zickzack die Scharte hoch und dann am oberen Drittel nach rechts durch das große Schneefeld und von links nach rechts schräg hoch mit etwas Kletterei zum Gipfel.

Sieht a bissle aus wie bei den sieben Zwergen.
Ich war aber der einzigste Gast in dieser Nacht.
Eigentlich wäre es zeitlich kein Problem mehr gewesen, bis zur Kenzenhütte weiter zu gehen.
Aber ich hatte schon reserviert und ausserdem war ich nicht auf der Flucht...

Dritte Etappe: Brunnenkopfhütte - Kenzenhütte

Am dritten und somit letzten Tag geht es in 3,5 Stunden über die Große Klammspitze und den Feigenkopf runter ins Halblechtal.

An Aufstiegen enstanden etwa 650 Höhenmeter, an Abstiegen fast 1000 Meter.

Nachts hatte es gewittert und stark geregnet. Die Wege waren noch ganz nass, die Luft kalt und feucht.
Die Sicht war teilweise unter 50 Meter.

Nur den Bergmolchen gefällt es. Sie waren haufenweise auf dem Weg.

Zwei kleine und dieses mittelgroße Schneefeld erforderten etwas Konzentration und festes Auftreten.

Erste kleine Kletterstelle 50 Meter unterhalb des Gipfels.

Das Gipfelkreuz auf der Großen Klammspitze (1924 m).
Und die Sicht (10m).

Der Blick ein paar Zentimeter neben dem Weg in die Tiefe.

Und weiter geht`s im Nebel und Nieselregen.

Typisch für das Ammergebirge. Wie an der Hochplatte auch: Im Süden steile Grashänge, im Norden Überhänge.
Eine echte Gratwanderung.

Ja, da geht der Weg wirklich hoch.
Klettereien am nassen, kalten Fels mit klammen Fingern.
Der Feigenkopf (1866 m) heisst wahrscheinlich so, weil Feiglinge nicht über diesen Kopf laufen wollen. Das muss man aber.

Nächste Kletterstelle.
Aber hier gibt eine (ausgerissene) Kette Sicherheit, oder auch nicht.

Danach wird der Weg flacher, das Gelände aber nicht weniger steil.

Plötzlich stehe ich mitten in einer Gruppe von 20-25 Gemsen.

Sie lassen mich auf etwa 8 Meter heran, bevor sie gemütlich zur Seite gehen.

Ab jetzt beginnt der lehmige und rutschige Abstieg über den Bäckenalmsattel zur Kenzenhütte.

Vierte Etappe: Kenzenhütte - Halblech

Völlig unverhofft komme ich in den zweifelhaften Genuß die über 11 km lange Teerstrasse von der Kenzenhütte in Bergschuhen und mit einem 10 Kilo Rucksack nach Halblech zu joggen.

In einer Stunde und 40 Minuten bewältige ich stinksauer die 500 Meter Abstieg.


Die Geschichte dazu:
Trotz widriger Umstände war ich bereits um 12 Uhr an der Kenzenhütte. Da der Kenzenbus aber erst um 14 Uhr ins Tal fährt esse und trinke ich in aller Ruhe in der Hütte was .
Kurz vor 14 Uhr breche ich auf und frage die junge Wirtin noch nach dem genauen Haltepunkt des Buses. Da erfahre ich, dass der Bus nur dann runter fährt, wenn eine halbe Stunde vorher auch Leute damit zur Hütte rauf wollten.
Und dummerweise wollte niemand rauf. Der nächste kommt in zwei Stunden - vielleicht, wenn da jemand rauf will.
Die Busfahrpläne, die ich im Internet und zum Beispiel auch auf der Brunnenkopfhütte gesehen habe, sahen so aus, als wäre das eine fixe Busverbindung und keine Lust und Laue Angelegenheit.

Geschockt von so viel Unzuverlässigkeit verlasse ich den Ort der Möchtegern-Wirtinnen und latsche die 11,2 Kilometer ins Tal zum Parkplatz.

Bis zum Wankerfleck ist der Weg noch geschottert.
Hier entsteht auch das einzige Foto der letzten Etappe.
Die restlichen 10,5 km sind Asphalt und meien Fotolaune auf dem Nullpunkt.
Danke!


Ende und Fazit:
Sehr schöne Tour. Trotz relativ geringer Höhe von +/-1700 Meter teilweise hochalpiner Charakter.
Kleine Kletterstellen, die die Tour würzen und durchaus auch für reine Wanderer machbar sind.
Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit sind aber Voraussetzung für diese Tour.

Die Tour ist auch gut in zwei Tage zu machbar, locker geht es in drei.
Der Erholungseffekt war durch die Überraschung an der Kenzenhütte am A....
Also besser weiter gehen und über die Hochplatte zum Tegelberg und da evtl. mit der Bahn runter.


 
Copyright 2016. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü